KI Brillen im Alltag: Wie sie uns unterstützen, entlasten und selbständiger machen

Die KI Brillen sind wegen Missbrauchs in die öffentliche Kritik geraten. Umso mehr gilt es aufzuzeigen, dass sie für uns im Alltagsleben ein wertvolles Hilfsmittel sind, und das aus folgenden Gründen:

1. Sie ersetzen uns ein Stück weit das fehlende Sehen

Was gut sehende Menschen mit ihren Augen sehen, das beschreibt uns die KI. Unsere Umwelt erhält dadurch eine zusätzliche Dimension: Sie wird konkreter, fassbarer  und bunter.

2. Sie lesen uns das vor, was wir wissen müssen

Wer gut sieht, dem ist es wohl kaum bewusst, wie häufig man im Alltagsleben darauf angewiesen ist, mit einem kurzen Blick etwas zu erkennen oder einzuordnen: Ein Produkt identifizieren, eine Anleitung lesen, die eingehende Post sortieren, die Schlagzeilen der Zeitung überfliegen, einen Merkzettel lesen usw. Mit der KI Brille ist das rasch und unkompliziert für uns möglich.

3. Selbständigkeit bei Kontrollfunktionen

Auch der rasche Kontrollblick – man ist sich dessen nicht bewusst, aber auch er ist im Alltag sehr häufig erforderlich: Ist die Kaffeemaschine eingeschaltet? Welche Taste ist für Espresso? Wie lange dauert der Waschvorgang noch? Ist der Backofen richtig eingestellt? Ist das Ablaufdatum noch gültig? Ist der Pullover frei von Flecken?- Dies sind wichtige Kontrollaufgaben, bei denen uns die smarte Brille hilft.

4. Einen Gegenstand suchen

Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt? Wo ist mein iPhone? Wo liegen meine heruntergefallenen Kopfhörer? Es gibt Apps, die uns zusammen mit der Brille beim Auffinden effizient unterstützen.

5. Orientierung draussen

Unser Traum wäre es, dass uns die KI auf all unseren Wegen sicher ans Ziel geleitet. Davon sind wir noch ein Stück entfernt. Aber bereits heute leistet uns die KI Brille sehr wertvolle Dienste. Wichtige Aufträge sind zum Beispiel: Sage mir, ist der Weg vor mir frei? Warne mich, wenn ein Hindernis in meinem Weg steht. Führe mich zur Fussgängerunterführung!    Welcher Bus ist soeben eingefahren? Sage mir, wenn ich bei der Hausnummer 17 angelangt bin.Suche auf dem Klingelbrett nach B. Meier. Usw.

6. Die Videoassistenz – mein unsichtbarer Begleiter

Am effizientesten ist es natürlich, wenn ich beim Bedarf nach einem sehenden Auge auf eine reele Person zurück greifen kann. Die ist jedoch nicht immer der Fall, zumindest wenn die physische Anwesenheit gemeint ist. Zum Glück gibt es die Möglichkeit der Videoassistenz. Dabei schaut eine mittels Videotelefonie mit mir verbundene Person durch die Kamera meiner Brille und sieht auf diese Weise das, was ich nicht sehen kann und kann mir so die benötigte Hilfeleistung erbringen. Es gibt zu diesem Zweck einen speziellen Dienst, Be My Eyes genannt. Ein Netz von weltweit rund 10 Millionen registrierten Personen ist bereit, sehbehinderten und blinden Personen auf diese Art beizustehen. Und ein Algorhythmus wählt bei meinem Anruf, die nächstgelegene freie Person aus. Das ist ein Superservice. Und sollte dieser einmal ausnahmsweise nicht funktionieren, dann gibt es auch noch die Möglichkeit, jemandem aus dem Familien- oder Bekanntenkreis mit Videotelefonie anzurufen.

7. Die Hände bleiben frei

Zugegeben, die obgenannten Funktionen lassen sich grundsätzlich auch mit einem Smartphone ausführen. Der grosse Vorteil der KI Brille liegt aber darin, dass die Hände dabei frei bleiben. Und diese sind für uns blinde und sehbehinderte Personen besonders wichtig, denn wir «sehen» ja bekanntlich mit unseren  Händen und brauchen diese fürs Ertasten. Und draussen ist die eine Hand ohnehin bereits durch die Handhabung des weissen Stocks besetzt.  Und drinnen können wir das, was wir «anschauen» wollen, mit beiden Händen festhalten.

8. Erschwingliches Hilfsmittel

Da die KI Brillen nicht speziell für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen, sondern für den Mainstream  entwickelt worden sind, sind sie gegenüber üblichen Hilfsmitteln sehr preiswert. Wären sie speziell für sehbehinderte Personen entwickelt worden, würden sie ein Vielfaches kosten.

9.   Praxisnahes Schulungsangebot

Mit der Apfelschule gibt es eine Organisation, welche blinde und sehbehinderte Personen in der ganzen Schweiz nachhaltig in der Nutzung der smarten Technologien berädt und schult. Der Einsatz der KI Brillen bildet dabei einen Schwerpunkt. Mit Informationsveranstaltungen und Anwendungskursen in allen Landesteilen fördert sie den Nutzen dieser wertvollen technischen Lösung.

10. Weiterführende Links zu diesem Thema

Hier geht’s zum Überblick über die aktuellen Angebote der Apfelschule zum Thema KI Brillen: KI Brillen – Die Angebote der Apfelschule im Überblick

 

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