Durch die Weinberge der Bündner Herrschaft und die Heimat von Geissen-Peter und Heidi

Der Oktober ist bekanntlich der Weinmonat. Und was liegt da näher, als eine Weinregion zu durchwandern. Die Bündner Herrschaft mit ihren malerischen Winzerdörfern ist deshalb unser Oktoberziel.

Malans, Jenins, Maienfeld- das klingt wie Musik in den Ohren der Weinliebhaber. Denn in diesen Dörfern wächst nämlich der bekannte Bündner Blauburgunder. Aber nicht bloss des Weines wegen ist diese Region bekannt. Sie ist auch die Heimat von Johanna Spyris Heidi. Die Rebberge und Winzerdörfer sowie das Heididorf bilden denn auch die Akzente auf unserer Wanderung.

Wir treffen uns in Landquart, wo wir uns mit einem Znünikaffee und einem feinen Gebäck vom „Beck Hitz“ für unseren Wandertag stärken. Wir starten die Wanderung beim Bahnhof und überqueren bald einmal den Fluss Landquart, der hier in den Rhein mündet. Zunächst wandern  wir an der Bahnlinie entlang bis zu einer Rechtskurve, wo wir dem Prättigauer Höhenweg Nr. 72 folgen. Nach rund 20 Minuten gelangen wir zu den Erdwällen der Rohan-Schanze. Dies sind die Überreste eines Schutzwalls einer sternförmigen Verteidigungsanlage aus der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs (1618-1648). Auf flachem Terrain geht es danach weiter bis Malans, dem südlichsten der Weindörfer in der Bündner Herrschaft. Zuoberst im Dorf entdeckt man das Schloss Bothmar mit einer alten französischen Gartenanlage. Die Kirche passierend, geht es am Rebberg entlang hinauf in den oberen Dorfteil von Malans. Beim Dorfbrunnen zweigt unser Wanderweg Richtung Älplibahn ab und wenig später befinden wir uns bereits mitten im Rebberggebiet. An der Talstation der Älplibahn vorbei, geht es am Rand des Buochwalds entlang und den Alpbach überquerend nach Jenins. Im Landgasthof Zur Bündte werden wir das Mittagessen einnehmen und – wer es mag – kann gerne eine Bündner Spezialität die Capuns oder Pizokel probieren und dazu selbstverständlich auch ein Glas Jeninser verkosten.

Am Nachmittag geht unser Weg an der Kirche von Jenins vorbei auf einen Fussweg Richtung Rofels. Der Weg führt an alten Mauern entlang und durch ein Landwirtschaftsgebiet. Hat man den Teilerrüfi überquert, sieht man schon den Weiler Unterrofels und wenig später Oberrofels. Kurz darauf folgen wir dem Weg zum Heididorf. Hier kann man u.a. das Original-Heidihaus sowie die Alphütte vom Alpöhi besichtigen. Auch ein Souvenirshop fehlt natürlich nicht! Ich vermute allerdings, dass wir das Feld schon bald einmal den Scharen von Touristen aus aller Welt überlassen und weiter wandern Richtung Heidibrunnen. Von dort aus geht es durch Weideland hinunter Richtung Maienfeld, wo uns das letzte Stück unserer Wanderung wieder durch die Rebberge führt. Im schmucken Örtchen Maienfeld – leider mit viel Autoverkehr – kehren wir dann nochmals im Traditionsrestaurant Falknis ein und lassen den Tag bei einem Glas Maienfelder und  einem kleinen Bündner Aperoplättchen mit einheimischen Spezialitäten  ausklingen.

Von Maienfeld veerkehren halbstündlich Züge nach Sargans mit Anschluss in alle Richtungen.Die gesamt Wanderstrecke beträgt ca. 10,5 km und es sind insgesamt 150 Höhenmeter zu überwinden.

Routendateien

 

von Landquart nach Jenins, Pünte

von Jenins via Heididörfli nach Maienfeld