Digitaler Blindenhund in Seniorenresidenz getestet

Dass wir uns eines Tages von einem Roboter sicher an unser Ziel führen lassen können, davon träumen einige von uns. Erste Prototypen sind da. Doch der Weg bis ans Ziel ist vermutlich noch lang.

Die Idee, dass die für das autonome Lenken von Motorfahrzeugen verwendete Technologie auch dazu genutzt werden könnte, um blinde Menschen sicher durch den Strassenverkehr zu navigieren, besteht seit den ersten Erfolgsmeldungen dieser neuen Technologie. Und bereits seit einigen Jahren wird denn auch an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen an solchen Lösungen „getüftelt“. So ist aktuell in Hamburg ein solcher Roboter in einer Seniorenresidenz getestet worden. Das NDR-Fernsehen hat darüber berichtet. Wer jetzt allerdings erwartet, dass uns bald einmal ein selbstfahrender Rollator als elektronischer Führhund zur Verfügung steht, muss wohl noch für eine ganze Weile vertröstet werden. Die Begeisterung der im Fernsehbeitrag dokumentierten Testperson hält sich denn auch, vorsichtig ausgedrückt,  sehr in Grenzen. Die Anforderungen an ein solches System sind sehr komplex und der „Teufel“ steckt bekanntlich im Detail. So sind bis zur wirklichen Praxistauglichkeit wohl noch mehrere Entwicklungsschritte erforderlich. Der Ansatz an sich ist jedoch interessant und wir werden die Weiterentwicklungen auf jeden Fall im Auge behalten. Und auch wenn es bis zum alltagstauglichen Hilfsmittel noch ein langer Weg ist,   so dürfen wir von dieser Technologie in Bezug auf die Unterstützung unserer Mobilität in den kommenden Jahren vermutlich so einiges erwarten.

 

Link zum Fernsehbeitrag des NDR vom 23.6.2022