Mit dem Navi zum Coiffeur – und das gleich 12   Mal nach einander!

                Ein hoffentlich anregender, wenn auch nicht wissenschaftlicher Bericht über Erfahrungen mit verschiedenen Navi-Apps und Gedanken darüber, was sie für unsere Alltagsbedürfnisse taugen beziehungsweise taugen sollten.

Von Urs Kaiser

Der Sommer naht und es wird Zeit, das „Winterfell“ loszuwerden.  Darum machte ich mich unlängst auf zum Coiffeur. Und das prächtige Frühlingswetter, das an jenem Tag herrschte, verlockte mich zu einem kleinen Experiment. Ich wollte herausfinden, welche meiner vielen Navi-Apps mir den Weg zum Coiffeur am zuverlässigsten zeigt. Ich wählte zu diesem zweck diejenigen 6  aus, die ich für die Navigation in einer Stadt am häufigsten benutze.  Es sind dies die Karten-App von Apple, MyWay Classic vom SBV, Google Maps, ViaOpta Nav, Navigon und TomTom Europa.  

Mmein kleines Experiment ist wie gesagt weder wissenschaftlich, noch repräsentativ. Ich habe auch keine systematische Auswertung vorgenommen. Doch einige Eindrücke und Erkenntnisse hat es mir dennoch vermittelt und darüber möchte ich nun berichten. Der Bericht soll dich anregen, dich deinerseits mit den Navi-Apps auseinanderzusetzen. Und wenn du in meinem Bericht etwas entdeckst, das nicht stimmt oder das besser gemacht werden kann, oder wenn du bereit bist, eigene Erfahrungen mit uns zu teilen, dann schreibe uns . Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!ist unsere Adresse. Doch nun geht’s los!

 

Eingabe des Routenziels

Ich weiss zwar, wo ungefähr mein Coiffeur liegt, doch die genaue Adresse kenne ich nicht. In solchen und ähnlichen Fällen hilft mir die App Telefonbuch (Local.ch). In dieser App habe ich zwei Möglichkeiten, um nach einer Adresse zu suchen: Ich gebe entweder den Namen des Coiffeurgeschäfts ins Suchfeld ein (ich kann ihn auch diktieren) oder ich aktiviere eine der auf dem Bildschirm angezeigten Rubriken. In unserem Fall ist dies die Rubrik „Dienstleistungen“. Und als dritten Eintrag finde ich darunter bereits „Coiffeur“. Diese Rubrik angeklickt, finde ich auch gleich meinen Coiffeur. Er befindet sich am Klosterplatz 3. Ich wähle diesen Eintrag aus und öffne ihn. Hier könnte ich mich nun telefonisch gleich anmelden. Aber es ist eine andere Möglichkeit, die mich in unserem Zusammenhang interessiert. Ganz unten auf dem Bildschirm, gleich oberhalb des Home-Buttons findest du die Taste „Toolbar transit“. Wenn du diese Taste aktivierst, dann wird die Routennavigation zu besagter Adresse aufgerufen. Je nachdem, welche Navi-Apps du auf deinem iPhone oder iPad installiert hast, stehen dir verschiedene Optionen zur Auswahl. In meinem Fall sind dies: „zu Fuss“ (das ist mit der Karten-App von Apple); „Mit dem Auto“ (ebenfalls mit der Karten-App von Apple); „Route mit Google Maps planen“; „Mit Navigon Route planen“; „mit Tomtom Route planen“; All diese Apps habe ich installiert und ich kann nun auswählen, mit welcher Anwendung ich mich führen lassen will. Ich habe alle ausser der Autoroute ausprobiert. Leider wird mir MyWay in dieser Liste nicht angeboten, was ich sehr bedaure. Ich habe deshalb Jürg Cathomas vom SBV ersucht, diese Funktionalität in ein kommendes Update von MyWay zu integrieren. Um mich von MyWay zu meinem Coiffeur führen zu lassen, ging ich ins Adressfeld des Telefonbucheintrags und kopierte die Adresse mit einem 3-Finger-4fach-Tipp in die Zwischenablage und fügte sie anschliessend ins Eingabefeld des Pfadfinders von MyWay ein.

 

Aber nicht bloss zu Adressen aus dem Telefonbuch kann ich mich bequem navigieren lassen, sondern auch zu Adressen aus meinem Kontakteordner. Voraussetzung ist natürlich, dass ich die entsprechende Adresse auch tatsächlich eingetragen habe. Wenn dies der Fall ist, kann ich im betreffenden Kontakt auf das Adressfeld klicken „1-Finger-Doppeltipp). Es wird dadurch ein Fenster geöffnet, wo du als obersten Eintrag die „Route“-Taste findest. Wenn du diese Taste aktivierst, wird dir die Route zum Ziel angezeigt Defaultmässig ist hier die Route per Auto eingestellt, doch du findest weiter unten weitere Auswahlmöglichkeiten: Nebst „fahren“ (1 von 3) sind dies „zu Fuss“ (2 von 3) und „Apps“ (3 von 3). Wenn du „zu Fuss“ auswählst, wird dir die Fussgängerroute mit der Karten-App angezeigt. Wenn du „Apps“ wählst, werden dir für die Navigation die andern auf deinem Gerät installierten Apps angeboten.    In meinem Fall kommt nun zu den oben bereits erwähnten Apps auch noch Komoot hinzu. Diese App setze ich jedoch in der Regel nur für Wanderungen ein, und nicht für Adressen in einer Stadt.

 

Wenn ich jedoch zum vornherein weiss, dass ich mich mit der Karten-App von Apple navigieren lassen will, dann gibt es noch einen bequemeren Weg der Zieleingabe, nämlich per Siri. Also Siri gerufen und gesagt: „Zeige mir den Fussweg zu Coiffure Unsaldi Westhauser“. Es hat zwar nicht beim ersten Anlauf geklappt, jedoch beim dritten! „Ich suche nach der Wegbeschreibung zu Fuss zu Coiffure Unsaldi Westhauser, Klosterplatz 3“ war die Antwort und die Karten-App wurde auch gleich geöffnet. „4 Minuten, 265 Meter, Kronengasse“    war da zu lesen. Und gleich darunter: „als Liste anzeigen“. Und das tat ich denn auch, um zu sehen, auf welchen Weg mich die Karten-App schicken will.

     

Abrufen der Routenbeschreibung

Gerade in einer Stadt, in der ich mich bereits ein wenig auskenne, ist es für mich hilfreich, wenn ich vor dem Start die Route geistig schon mal „abschreiten“ kann. Zu diesem Zweck rufe ich die Routenbeschreibung auf. Ich weiss dann, in welche Richtung ich gehen muss und über welche Strassen mich die Route führt. Ich habe dann auch eine Ahnung, wie weit ich einer Strasse folgen muss und wo ich abbiegen muss.
 

Im vorangegangenen Kapitel habe ich bereits darauf hingewiesen, wie ich diese Funktion in der Karten-App von Apple aufrufen kann. Es gibt dafür die Taste „Als Liste anzeigen“.
 

Besonders hilfreich ist die Routenvorschau dann, wenn mir zu einem Ziel verschiedene Routen angegeben werden, wie das bei Googel Maps der Fall ist. Wenn ich als Routenstart meine Heimadresse (das Eingabefeld für die Eingabe des Routenstarts erscheint, wenn ich auf den Eintrag „Ihr Standort“ klicke) und als Ziel Klosterplatz 3 angebe, dann werden mir gleich 3 Routen zur Auswahl angegeben. In diesem Fall brauche ich die Details eigentlich gar nicht unbedingt aufzurufen, denn in der Liste sind zu jeder Route auch einige der Strassen angegeben, über welche sie führen, sowie die für die jeweilige Strecke benötigte Zeit. Wenn ich mir trotzdem die Routenführung im Detail anzeigen lassen will,  dann muss ich einen 1-Finger-Doppeltipp auf die gewünschte Route ausführen. Die andern Alternativrouten verschwinden nun aus der Liste und nur noch die von mir ausgewählte Route steht unten auf dem Bildschirm. Mit einem erneuten 1-Finger-Doppeltipp auf diese Route erreiche ich, dass mir die sogenannte „Turn by turn“-Routenbeschreibung (Etappenweise Routenbeschreibung) angezeigt wird. So heisst es in meinem Beispiel: „Auf Bastionweg nach Südwesten richtung Baselstrasse“; „nach 120 m leicht rechts abbiegen auf Pisoniplatz“ usw. Selbst wenn die Navigation einmal wegen schlechtem GPS-Empfang sehr ungenau sein sollte, ist die Wegbeschreibung in der Regel dennoch sehr zuverlässig.

 

In MyWay kann ich die Routenbeschreibung abfragen, indem ich nach der Eingabe und Bestätigung des Routenziels den untersten Eintrag auf dem Bildschirm auswähle. Es ist die Taste mit dem Routenziel. Der Hinweis „einstellbar“ zeigt mir an, dass ich mit einem 1-Fingerwisch nach oben bzw. unten einen andern Wert auswählen kann. Im vorliegenden Fall sind dies die von uns gesuchten einzelnen Anweisungen. Wische ich mit einem Finger nach oben, so wird der Hinweis zum nächstfolgenden Routenpunkt angezeigt. Und mit jedem 1-Fingerwisch nach oben kann ich meine Erkundungstour etappenweise fortsetzen. Mit einem 1-Fingerwisch nach unten geht’s logischerweise wieder zurück.

Etwas einfacher ist das Abrufen der Wegbeschreibung, wenn die Route bereits gespeichert ist. Dann kann ich sie in den „Dateien“ auswählen und öffnen (unten links). Die einzelnen Etappen der Route werden mir dann als Liste angezeigt.

 

Auch die App „ViaOpta Nav“ bietet, nachdem du das Ziel eingegeben und den Menüpunkt „dorthin gehen“ ausgewählt hast, dir die Möglichkeit, die ganze Route als Liste anzeigen zu lassen. „Routenüberblick“ heisst die entsprechende Taste. Leider führte mich diese Anwendung nicht ganz ans gewünschte Ziel. Die Route endet nämlich bereits in der Kronengasse. Diese App stellt mir auch keine Alternativroute zur Verfügung. Und ich habe ganz generell den Eindruck, dass sie zu stark auf Autorouten ausgelegt ist und Fusswege nicht berücksichtigt oder gar nicht kennt.
 

Wie ich mir in Navigon eine Route anzeigen lassen kann, habe ich nicht herausgefunden. Es gibt zwar in den Optionen einen Menüpunkt „ganze Route anzeigen“. Aber die Informationen dazu sind mit VoiceOver nicht zugänglich. Auch kann man bei schlechtem GPS-Empfang eine Route simulieren lassen und hört so die gesprochenen Anweisungen. Aber aus meiner Sicht hilft das nicht sehr viel. Wenn du eine bessere Lösung kennst, dann teile mir dies bitte mit, damit ich diesen Bericht entsprechend ergänzen kann.

 

Ähnlich wie bei Navigon funktioniert auch die Routenvorschau in TomTom. Ich kann die Route unter „Routenoptionen“ simulieren. Der entsprechende Menüpunkt heisst „Routenvorführung. Die Anweisungen werden nun der Reihe nach abgespielt. Die Namen der Strassen werden zwar eingeblendet, jedoch nicht vorgelesen und unten auf dem Bildschirm ist auch die verbleibende Distanz abzulesen. Aber das Ganze ist sehr langsam und ist schlussendlich doch nicht sehr hilfreich.

Hingegen gibt es unter den Routenoptionen die Möglichkeit, sich eine alternative Route anzeigen zu lassen, aber mir die Alternativroute anzeigen zu lassen, habe ich nicht geschafft. Es ist schade, dass es in dieser App mehrere Schalter gibt, die nicht oder nicht sehr verständlich beschriftet sind.

 

Wie zuverlässig werde ich vom Navi geführt?

Ich habe bislang erst einmal versucht, in einer mir fremden Stadt ein Ziel allein mit Navi-Unterstützung zu erreichen. Ich bin damals zwar am Ziel angekommen, aber nur mit temporärer Hilfe von PassantInnen und nach einigen recht abenteuerlichen Sequenzen. In meiner Heimatstadt Solothurn ist das anders. Ich kenne das Strassenmuster der Altstadt und so konnte ich bei meinem „Experiment“ die Anweisungen des Navi aufgrund meiner Kenntnisse der Örtlichkeiten beurteilen. Mein Interesse galt also in erster Linie der Frage: Welche App gibt mir die hilfreichsten und zutreffendsten Anweisungen und Orientierungshilfen? Von welcher fühle ich mich am sichersten geleitet?  und welche führt mich am genauesten ans Ziel? Des weitern interessiert mich, wie die App reagiert, wenn ich vom „richtigen“ Weg abgekommen bin. Deshalb habe ich mit jeder App den Weg zweimal unter die Füsse genommen.

Und hier sind meine Beobachtungen und Feststellungen:

 

1.Karten App von Apple

Die Zieleingabe erfolgte mit Siri. Zuerst hat mich die App falsch geortet. Dazu ist zu sagen, dass sich unsere Wonung über zwei Häuser erstreckt: Das eine grenzt an den Bastionweg – dort ist auch unser Eingang – und das andere an den Riedholzplatz, dort allerdings  ohne Zugang zu unserer Wohnung. Die Karten-App hat also den Weg vom Riedholzplatz aus berechnet, obwohl ich mich auf der Bastionseite befunden habe, was einen ziemlich anderen Weg ergibt, da man, um  vom einen zum andern Eingang zu gelangen, fast um die halbe Stadtmauer gehen muss. Nach kurzem Warten auf dem Bastionweg hat die Anpassung dann aber geklappt. Nun bin ich zurück und ich bin recht begeistert vom Ergebnis, und das aus folgenden Gründen:

  • Die App gab mir klare und genaue Anweisungen. Zum Beispiel: „Nach 80 Meter  rechts abbiegen in die Hauptgasse“. Oder: „Links abbiegen in die Kronengasse und dann nach 75 Meter links abbiegen auf den Klosterplatz“.
  • Wenn der VoiceOver-Fokus auf dem Element „Wegbeschreibung“ steht, wird die Distanz zur nächsten Abbiegung alle paar Sekunden angesagt und anhand der sich verringernden Distanz weiss ich, dass ich immer noch auf dem rechten Weg bin. 
  • Der Hinweis auf die Abbiegung erfolgt stets ca. 30 - 40 Meter  vor dem entsprechenden Punkt. Doch der „Count-down“ zum Abbiegepunkt geht weiter und erst bei 0 Meter ist der Moment für die Abzweigung gekommen. Wenn man das Element „Wegbeschreibung“ berührt, wird die Ansage mit der aktuellen Distanz zum Abzweigepunkt wiederholt. Ich war verblüfft von der Genauigkeit der Ortung.
  •       Das Ziel wurde mir zwar ca. 20 Meter  zu früh angesagt. Doch dank der letzten Information: „nach links abbiegen auf den Klosterplatz. Das Ziel liegt in 19 Meter  auf der linken Seite“ konnte ich den Eingang zum Coiffeurgeschäft gut finden (zumal die Nase dabei noch etwas mithalf!).
  • Die Route für den Rückweg konnte ich sehr einfach eingeben: „Zeige mir den Fussweg nach Hause“ musste ich Siri anweisen. Und das hat auf Anhieb geklappt. Natürlich muss Siri wissen, wer man ist und die Adresse muss in der Kontakte App unter dem „Ich“-Kontakt eingetragen sein.
  • Beim zweiten Versuch bin ich dann absichtlich einen andern Weg gegangen. Nach ca. 100 Metern hat sich das Navi angepasst und mich auf dem neuen Weg gelotst. Auch dabei waren die Anweisungen wieder sehr präzise. Auch der Hinweis, dass das Ziel dieses Mal auf der rechten Seite liegt, war richtig. Kleiner Schönheitsfehler: Der neue Weg führte über eine Treppe, und die hat mir das Apple-Karten-Navi nicht angesagt.

 

Mein Fazit: Bin mit dem Resultat recht gut zufrieden.

 

2.Google Maps

Die Zieleingabe erfolgte mittels der „Sprachsuche“-Funktion und hat einwandfrei geklappt. Es wurden mir diesmal 2 Routen angeboten. Ich wählte diejenige über die Kronengasse aus und aktivierte den Start. Der Anfang tönte sehr vielversprechend: „Auf Bastionweg/Riedholzplatz nach Südosten Richtung Baselstrasse, dann nach rechts abbiegen auf Hauptgasse“. Perfekt! Die Himmelsrichtung, in die ich starten muss, wird angegeben, dazu der Name der nächstgelegenen Strasse in Gehrichtung und der Hinweis, dass ich „danach“ nach rechts in die Hauptgasse einbiegen muss. Das Einzige, das fehlte, war die Information, wie weit ich bis zur Abzweigung nach rechts gehen muss. „Danach“ ist doch etwas wage.  Die Distanz lässt sich jedoch ablesen. Man muss dazu das oberste Element auf dem Bildschirm berühren und dort steht nebst der Anweisung auch die noch zurückzulegende Distanz. Dass dieser Wert trotz Stillstand zwischen 80 und 50 m schwankte, liess darauf schliessen, dass der GPS-Empfang an dieser Stelle nicht besonders gut war. Hingegen die Info „0 Meter abbiegen auf Kronengasse“ war sehr genau, wobei ich diese Info auch wiederum selber ertasten musste. Die mündlich gesprochene Info hingegen „Links abbiegen auf Kronengasse, danach links abbiegen auf Probsteigasse, danach erreichen Sie das Ziel“ war eindeutig falsch. Um zum Klosterplatz zu gelangen, muss man von der Kronengasse links abbiegen. Die Probsteigasse hingegen verläuft weiter ostwärts parallel zur Kronengasse. Mir ist aufgefallen, dass die Bezeichnung „Klosterplatz“ weder in der Wegbeschreibung, noch in der Sprachnavigation vor kam. Weshalb das so ist,  ist mir ein Rätsel.

Was ich gut fand ist, dass ich nach Erreichen des Ziels angefragt worden bin, ob ich das Ziel speichern wolle. Dies habe ich getan und so kann ich nun die Adresse fortan unter „gespeicherte Orte“ finden. 

Für den Rückweg konnte ich das Ziel ebenfalls bequem eingeben: ich habe im Menü von Google Maps in der Rubrik „Meine Orte“ meine Adresse als Startseite eingetragen. Doch auch der Heimweg verlief nicht ohne Fehler! Einmal wies mich das Navi an, nach rechts abzubiegen; der richtige Weg war aber eindeutig derjenige nach links. Auf der anderen Seite waren die Informationen zwischendurch erstaunlich präzise. So geht es auf dem Pisoniplatz einmal nach rechts und dann gleich wieder nach links, was korrekt angesagt wurde. Hingegen ist die Ansage „ „Der Pisoniplatz verläuft leicht links und wird zu Bastionweg“ fast etwas gefährlich, denn zwischen Pisoniplatz und Bastionweg liegt noch die Baselstrasse, die es zu überqueren gilt. Und auch wenn diese nachmittags in diesem Abschnitt mit einem Fahrverbot belegt ist, so wäre es dennoch wichtig zu wissen, dass man eine Strasse überquert. Doch solche Situationen werden ja auch von andern Navis nicht angesagt. Deshalb verwenden viele blinde Leute zusätzlich zur Routen-Navigation noch eine App, welche die Strassenkreuzungen ansagt. Doch dies wird Gegenstand eines separaten Beitrags sein. Zum Schluss wurde ich von Google Maps noch korrekt darüber informiert, dass das Ziel auf der linken Seite liegt. Und auch die von mir manuell abgelesene Distanz hat ungefähr gestimmt.

Mein Fazit: Durchgefallen trotz guter Einzelleistungen.

 

3.MyWay Classic

Die Zieleingabe machte ich mittels Diktierfunktion. Erste Anweisung: „Fahren Sie zunächst auf den Bastionweg richtung Südosten“. Abgesehen vom „Fahren“ ist dies korrekt. Die Sprachansage informiert mich aber nicht, wie weit ich nach Südosten gehen soll. Wenn ich das iPhone jedoch horizontal halte, dann wird mir die Richtung mittels Vibration angezeigt und auch die Distanz zum nächsten Punkt wird angesagt und jeweils bei Annäherung von 2/3 der verbleibenden Distanz wiederholt. Die nächste Ansage wird irgendwie verschluckt. Ich schaue deshalb tastend nach und es steht: „Letzter Hinweis: Bleiben Sie geradeaus und gehen auf den Fussweg. Gehen Sie weiter nach Süden. Siehe Karte für Details“. Eine sehr präzise und zutreffende Anweisung. Auch die nächste Anweisung ist sehr gut: „Gehe links auf den Fussweg, teilweise mit Treppen“. Es ist die einzige App, welche mich auf diese Treppe hingewiesen hat. Auch die nachfolgenden Anweisungen sind sehr zutreffend.Lediglich die Anweisung „Abbiegen nach rechts auf den Klosterplatz“ kam ca. 30 m zu früh. Das Ziel hingegen wurde lediglich um ca. 10 m verfehlt und der Vibrationspfeil zeigte direkt in die Häuserzeile. Note: sehr gut!

Als hilfreich empfand ich, dass ich mich in unsicheren Situationen stets daran orientieren konnte, in welche Richtung der Vibrations-„Pfeil“ zeigt.

Doch man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Die weiteren Versuche mit MyWay gingen ziemlich in die Hose!

Die Navigation zurück nach Hause klappte zwar noch einigermassen gut. Ich entschied mich zur Eingabe des neuen Ziels für folgende Methode: Ich wählte in den Dateien die „letzte Route“ und startete die „Navi“-Taste.  Bei der Frage, wie die Datei für die Navigation genutzt werden soll, wählte ich rückwärts aus. Doch ich bemerkte schon bei der ersten Abbiegung, dass das wohl nicht die beste Idee gewesen ist. Denn die Anweisung „nach rechts auf den Klosterplatz abbiegen“ stimmte natürlich nicht, sondern es hätte heissen müssen: „nach links in die Probsteigasse einbiegen“. Ich achtete in der Folge nicht mehr auf die Anweisungen, sondern konzentrierte mich auf den Vibrations-Richtungspfeil und die Distanzangaben. So gelangte ich zuverlässig nach Hause, allerdings ca. 3 Hausnummern daneben.

So richtig „Strub“ wurde es beim Versuch, vom vorgegebenen Weg abzuweichen und die Alternativroute zu wählen. Leider nimmt MyWay nicht von sich aus eine Neuberechnung der Route vor. Man muss dies manuell vornehmen durch einen Doppeltipp auf das unterste Bildschirmelement. Doch MyWay schickte mich immer wieder zurück. Als ich nur noch ca. 50 m vom Ziel entfernt war, schickte es mich sogar in die komplet falsche Richtung um einen ganzen Häuserblock herum. Zugegeben: Der GPS-Empfang ist in der Kronengasse nicht gut und es hat bestimmt auch Reflektionen, doch auch auf dem Kronenplatz war das Ergebnis nicht besser. Aber enttäuscht war ich allemal. Und es wurde nur noch schlimmer. Dieses Mal gab ich die Heimadresse von Hand ein. Das Ziel wurde auch richtig erkannt, doch anstatt an den Bastionweg schickte mich das Navi an die Zeughausgasse. Den Riedholzplatz hätte ich noch akzeptiert. Aber die Zeughausgasse liegt nun wirklich nicht am Bastionweg.

Mein Fazit: Zuerst Top, dann Flopp! Ich werde weiterhin mit MyWay experimentieren, denn die Möglichkeit, eigene Routen zu erstellen und die Routenpunkte mit den für uns relevanten Informationen zu versehen, fasziniert mich. Da liegt noch einiges drin!

 

4.ViaOpta Nav

Die Zieleingabe (neues Ziel) machte ich mit der Diktierfunktion. Die Adresse wurde problemlos gefunden. Auf die Frage „Was möchten Sie mit der gewählten Adresse tun?“ habe ich zuerst einmal „in Ihrem Archiv speichern“ ausgewählt. In das Textfeld „Geben Sie eine Beschreibung ein:“ habe ich „Coiffeur“ eingetragen. Nach der Bestätigung mit der OK-Taste wurde ich gefragt: „Möchten Sie zu Klosterplatz 3, Solothurn gehen?“, was ich durch Aktivierung der „Ja“-Taste bestätigte. Im nun erscheinenden Bildschirm habe ich die Möglichkeit, ein Zwischenziel einzufügen (Routenpunkt hinzufügen) oder den „Routenüberblick“ auszuwählen. Um die Navigation zu starten, muss ich die Taste „Routenüberblick“ aktivieren. Es wird mir nun die „Navigation starten“-Taste angeboten und darunter finde ich die einzelnen Etappen aufgelistet. Beim Überprüfen dieser Liste habe ich schon vor dem Start festgestellt, dass das Ziel nicht „Klosterplatz 3“, sondern „Ankunft in Kronengasse Solothurn“ angegeben war.  Das hatten wir doch schon mit Google Maps, dass die Adresse korrekt gefunden worden war, bei der Navigation aber der Klosterplatz nicht existierte. Bei Google-Maps hiess es aber am Schluss immerhin noch, dass ich von der Kronengasse links abbiegen müsse, wenn auch anstelle des Klosterplatzes die Probsteigasse genannt worden ist.
Nichts desto trotz machte ich mich auf den Weg. Was bei ViaOpta Nav sehr schön ist: Nach dem Startn der Navigation wird man aufgefordert: „Drehen Sie ihr Telefon, um die Startrichtung zu finden“. Und sobald das Telefon in die richtige Richtung zeigt, wird dies mittels Vibration angezeigt und die Ansage sagte „gehen Sie 70 Meter geradeaus“. Das ist tatsächlich eine sehr praktische Funktion, wobei die Richtungsanzeige mittels Vibration leider nur gerade beim Routenstart implementiert ist. Auch die nächste Navigationsanweisung war korrekt „Biegen Sie scharf nach rechts ab in die Hauptgasse“ und zwischendurch wurde immer wieder die Distanz zum nächsten Punkt angesagt. Noch bevor ich jedoch in die Kronengasse abgebogen war, erfolgte  bereits die Information: „Nächste Kreuzung Kronengasse Klosterplatz in 90 Meter“. Die Luftliniendistanz hat zwar gestimmt, jedoch war dies nicht die „nächste“ Kreuzung, da noch die Abzweigung zur Kronengasse und die Einmündung der Seilergasse vorher kamen. Nach dieser verfrühten Info kam wieder eine korrekte Anweisung an der richtigen Stelle: „Biegen Sie links ab auf Kronengasse“. Und auch die nächste Anweisung „Gehen Sie 40 Meter geradeaus“ war wieder zutreffend. Und dieses Mal stimmte auch die Info „Nächste Kreuzung Kronengasse und Klosterplatz in 30 Meter“. Und die letzte Meldung „Ankunft in Kronengasse Solothurn“ erfolgte unmittelbar an der Ecke Kronengasse/Klosterplatz, wo ich nach links abbiegen und noch ca. 20 Meter hätte zurücklegen müssen, um zum Eingang des Coiffeurgeschäfts zu gelangen. Fazit: Ziel nicht ganz erreicht.

Auch meine diktierte Heimadresse hat das Navi sofort gefunden. Die Routenübersicht zeigte mir aber schnell, dass mich das Navi an den Riedholzplatz, und nicht an den Bastionweg leiten will. Und diese Idee konnte ich ihm auf keine Weise austreiben. Selbst bei der Abzweigung des Bastionwegs von der Hauptgasse wollte es mich wieder zurück und mit einem Umweg von mehr als 200 Metern auf den Riedholzplatz schicken. Zudem stellte ich noch eine irreführende Anweisung fest: Vom Zeughausplatz aus wies es mich an: „Halten Sie sich links auf Riedholzplatz 30 Meter“. Wenn man jedoch von der Hauptgasse her über den Zeughausplatz geht, dann muss man sich rechts halten, um auf den Riedholzplatz zu gelangen. Das Navi geht hier ganz offensichtlich von einer falschen Annahme aus.

Beim zweiten Versuch, wo ich von der angegebenen Route abgewichen bin, hat mich das Navi nach kurzer Zeit informiert: „Achtung! Sie befinden sich nicht auf der Route. Soll die Route neu berechnet werden?“ Diese Frage beantwortete ich mit „Ja“. Und ziemlich genau an der gleichen Stelle wie bei den andern Apps hat auch ViaOptaNav die Route angepasst und mich angewiesen: „Biegen Sie rechts ab auf Probsteigasse“, was allerdings nicht ganz stimmte. Die nächste Anweisung war dann wieder korrekt: „Halten Sie rechts auf Seilergasse“. Aber von da weg stimmte nichts mehr! Die Info „Nächste Kreuzung: Theatergasse und Kronengasse“ war weit daneben. Und auch die nächste Anweisung war komplet falsch. Ich kann mir das nur so erklären, dass der GPS-Empfang ungenügend war. Dies hat mir aber das Navi nicht mitgeteilt, sondern es hat die Infos und die Anweisungen mit der üblichen Bestimmtheit gegeben, so dass ich – hätte ich die Örtlichkeiten nicht sehr gut gekannt – mich ganz schlimm in die Irre hätte leiten lassen. Das ist bedenklich!

Mein Fazit: Sehr guter Start, gutes Konzept, jedoch grosse Probleme mit der Navigation zu bestimmten Adressen. Problematisch in den Gassen einer Altstadt.  

 

5.Navigon

Die Zieleingabe ist unproblematisch. Auch Navigon ortete mich zunächst auf dem Riedholzplatz (ich stand auf dem Bastionweg). Nach dem Start der Navigation erfolgte keinerlei akustische Rückmeldung. So ging ich einfach mal los. Bereits nach wenigen Metern kam jedoch die Anweisung: „Bitte in 100 Meter rechts abbiegen auf die Hauptgasse und dann am Ende der Strasse gleich links abbiegen auf den Pisoniplatz“. An dieser Anweisung stimmte alles bis auf den Hinweis „am Ende der Strasse“. Die Hauptgasse beginnt ja da erst, zumindest aus der Sicht des Fussgängers, der von Osten her durchs Baseltor kommt. Wenn man von den Strassennummern ausgeht, dann trifft es zu, dass die Hauptgasse hier endet. Übrigens ist mir hier aufgefallen, dass gar keine der App darauf hingewiesen hat, dass man durch das Baseltor (ein Stadttor mit Fussgängerdurchgang) gehen muss, um vom Bastionweg auf die Hauptgasse zu gelangen. Für uns blinde Fussgänger ein sehr auffälliges Merkmal! Unmittelbar nach dem Verlassen dieses Durchgangs erfolgte von Navigon die korrekte Ansage: „Jetzt links abbiegen“. Danach erfolgten vom Navi kurz hintereinander ein paar Falschmeldungen. Offenbar war der GPS-Empfang wegen der St. Ursenkathedrale etwas reduziert. Doch nach wenigen Metern waren die Anweisungen wieder korrekt. Wenn ich nur wüsste, wan man sich darauf verlassen kann, dass die Anweisungen stimmen, und wann man sie ignorieren muss! Unmittelbar vor der Treppe (sie wurde nicht angesagt), war die Anweisung wieder sehr präzise: „In 30 Meter rechts abbiegen in die Seilergasse und danach gleich links in die Probsteigasse“. Und bei den nachfolgenden Abzweigungerfolgte wieder zutreffend „Jetzt rechts abbiegen“ und „Jetzt links abbiegen“. Dann kam wieder eine Falschmeldung „Jetzt links abbiegen, dann haben sie das Ziel erreicht“. Ich liess mich davon nicht beirren und ging des Weges weiter und schon bald kam der Hinweis: „In 50 Meter haben Sie das Ziel erreicht. Das Ziel, Klosterplatz 3 liegt auf der rechten Seite“. Die Lage des Ziels ist zwar richtig, doch dass ich zuvor noch nach rechts abbiegen muss, wurde nicht gesagt. Im Gegenteil! Kurz danach kam die Meldung: „In 30 Meter links abbiegen, dann haben Sie das Ziel erreicht“. Tatsache war wie gesagt, dass ich rechts abbiegen musste, da es nach links gar keinen Weg gibt. Ich ging also nach rechts und die Meldung „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ kam etwa 20 Meter vor dem Ziel. Fazit: Ohne mein Wissen wäre ich wohl nicht am Ziel angekommen.

Für den Rückweg gab ich meine Heimadresse ein. Das Navi sagte lange nichts und so ging ich drauflos. Als erstes kam mal eine Falschmeldung und erst als ich schon fast oben vor der Kathedrale war, erfolgte der korrekte Hinweis: „in 30 Meter rechts abbiegen in die Hauptgasse“. Die weiteren Anweisungen stimmten. Der Hinweis „Jetzt haben Sie Ihr Ziel erreicht“ erfolgte mindestens 50 Meter zu früh. Danach, fast vor meinem Hauseingang kam jedoch noch einmal die Meldung: „Sie haben Ihr Ziel erreicht“.

Beim Test mit abweichender Route hat die Navi-App bereits nach wenigen Metern reagiert und mir die korrekte Anweisung für den neuen Weg gegeben. Auch die weiteren Anweisungen waren exakt und zuverlässig. Sogar die Anweisungen in der Kronengasse waren exakt und die Aufforderung zum links abbiegen auf den Klosterplatz erfolgte an der richtigen Stelle. Und die Zielerreichungsmeldung kam nur wenige Meter zu früh.

Mein Fazit: Navigon findet nach Verirrungen sehr schnell wieder zur korrekten Navigation zurück, doch ohne Ortskenntnisse sind die Falschmeldungen sehr verwirrend. Auf der zweiten Route war die Navigation annähernd perfekt. Geschätzt habe ich, dass zusammen mit den Abzweigehinweisen auch die Strassennamen und Distanzen genannt werden.  

 

6.TomTom Europa

Die Einstiegsseite ist alles andere als VoiceOvertauglich gestaltet, doch wenn man den Eintrag „Driving View“ einmal aktiviert hat, ist das Menü weitgehend bedienbar. Nach der Zieleingabe forderte mich Tomtom zunächst einmal auf „Drehen Sie wenn möglich um; Halten Sie sich wenn möglich rechts“. Ich sass auf dem Mäuerchem des Bastionwegs. Also einfach mal drauflos marschiert! Nach wenigen Metern die Info: „Nach 50 Metern scharf rechts, dann biegen Sie links ab“. Richtig! Auch beim Überqueren des Pisoniplatzes hinter der Kathedrale waren die Anweisungen korrekt. Ich kann es kurz machen. Tomtom hat mich eigentlich sehr gut und zuverlässig navigiert, und das sowohl auf der vorgegebenen Route wie auch auf der Abweichroute.  Die Anweisungen waren richtig und meist auch an der richtigen Stelle oder kurz davor. Was schade ist. Die Sprachführung beschränkt sich auf di  Anweisungen betreffend das Abbiegen, nennt aber keine Strassennamen. Auch wird nicht gesagt, auf welcher Seite das Ziel liegt.

Mein Fazit: Zuverlässige Navigation, keine Infos zu Strassennamen, Mit VO schlecht zugängliche App, eventuell in Kombination mit Blindsquare oder Ariadne eine durchaus brauchbare Lösung.

 

Zum Schluss:

Jetzt bin ich müde! Doch welche Erkenntnisse hat mir mein Experiment gebracht? Zunächst einmal bin ich erstaunt, wie brauchbar die Karten-App von Apple geworden ist. Diese werde ich bestimmt weiter testen. Auch das gute Abschneiden von Tomtom hat mich überrascht. Schade, dass die Anweisungen keine Strassennamen enthalten. Bei MyWay sehe ich die Möglichkeit, bei selber erstellten Routen die einzelnen Routenpunkte mit Zusatzinformationen zu versehen, die für uns blinde FussgängerInnen wichtige Informationen beinhalten. Und durch den Austausch solcher Routen können schliesslich alle davon profitieren. Diesen Weg werde ich bestimmt weiter verfolgen. Erstaunt hat mich der Umstand, dass einige der Navis zwar die Adressen kennen, diese aber offenbar bei der Navigation nicht der richtigen Strasse zuordnen können, was beim Bastionweg noch einigermassen verständlich ist, kann ich beim Klosterplatz nicht nachvollziehen. Ferner ist mir bewusst geworden, wie schwierig oder gar unmöglich es ist, bei fehlender Ortskenntnis richtige von falschen Informationen und Anweisungen zu unterscheiden. Sie tönen alle gleich bestimmt und überzeugend. Eigentlich sollte noch angegeben werden können, wie zuverlässig die jeweilige Info aufgrund des aktuellen GPS-Empfangs  ist. Was ich sehr schätze ist die Navigationshilfe, die mir mittels Vibration anzeigt, in welche Richtung mein Weg verläuft. Gerade in unsicheren Situationen oder nach einer Ablenkung ist diese Orientierungshilfe sehr wertvoll. Das ist ein Riesenplus von MyWay. Ich schätze es auch, wenn mir ein Navi regelmässig Informationen gibt, wie weit ich noch vom nächsten Abbiegepunkt entfernt bin. Bei Navigon und Tomtom sind die diesbezüglichen Infos häufig etwas gar zu spärlich. Ich schätze es auch, wenn ich die letzte Ansage nochmals nachhören kann, was bei Navigon und Tomtom leider nicht möglich ist.

Bestimmt werde ich solche und ähnliche Tests an andern Lokalitäten wiederholen und erneut darüber berichten. Du bist aber herzlich eingeladen, dich am Zusammentragen der Erfahrungen mit Navi-Apps zu beteiligen. Schreibe uns von deinen Erfahrungen. Teile uns mit, was für dich wichtig ist, was für dich hilfreich war oder woran du gescheitert bist. Wir können alle von den Erfahrungen der andern profitieren. Und über je mehr Erfahrungen wir verfügen, desto genauer können wir auch sagen, worauf es an kommt, dass ein Navigationssystem für uns blinde FussgängerInnen optimal hilfreich ist. Es wäre sehr begrüssenswert, wenn künftige Entwicklungen nicht dahin gehen würden, dass noch einmal ein weiteres System entwickelt wird, sondern eines der bestehenden Systeme optimal für unsere Bedürfnisse weiter entwickelt wird. Und dazu können unsere Erfahrungen eine wichtige Grundlage bilden. Gerne wiederhole ich hier noch einmal unsere Adresse: Schreibe an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Vielen Dank schon im voraus!