Ein Erfahrungsbericht mit ein paar nützlichen Hinweisen

Ich war letzte Woche mit meiner Frau Beatrice ein paar Tage in Augsburg – ein in vielerlei Hinsicht lohnender Besuch. Bei Beatrice und mir hat das eine Tradition, dass wir die langen Wintermonate mit einem 3-tägigen Kulturaufenthalt unterbrechen. Und dieses Jahr war wie gesagt Augsburg unser Ziel. Meine Absicht ist es jedoch nicht, euch an dieser Stelle einen Reisebericht abzugeben – obwohl es vieles zu erzählen gäbe; aber ich möchte euch    aufzeigen, wieweit mich das iPhone bei dieser Reise unterstützt hat. Doch dazu eines gleich vorweg: Ich habe mein iPhone auf der Reise so wenig wie möglich und nur dort, wo nötig eingesetzt, denn ich war ja wie gesagt zusammen mit meiner Ehepartnerin. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in solchen Momenten lohnender ist, mit der vollen Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt zu sein, als irgendwo in den Sphären des Internets. Dennoch war das iPhone für mich/für uns in folgenden Situationen hilfreich:

 

Reiseplanung: Die besten Zugsverbindungen nach Augsburg fand ich mit der SBB-App. Ich speicherte die Hin- und Rückreise gleich in meiner Agenda (Funktion „Im Kalender speichern“ unter der „Senden“-Taste im Detailfenster der Übersicht), so dass ich die Angaben zu Umsteigezeiten und Bahnsteignummern auch im Ausland ohne Roaming-Kosten nachsehen konnte.

 

Reiseführer: Ich suchte im iBook Store nach einem Reiseführer über Augsburg und wurde fündig. Für Fr. 9.00 erstand ich ihn und konnte auch gleich mittels Touch-ID bezahlen. Diesen Reiseführer studierte ich bereits vor der Reise und wusste so, welche Sehenswürdigkeiten ich unbedingt besuchen wollte, wie zum Beispiel  die Fuggerei, eine Sozialsiedlung aus dem frühen 16. Jahrhundert, in welcher auch der Grossvater von Wolfgang Amadeus Mozart gelebt hatte und in welcher die Mieter heute noch ihren Mietzins nebst einer Jahresmiete von € 0.89 in Form von täglichen Gebeten für die Stifterfamilie entrichten. Oder das Geburtshaus von Berthold Brecht, dessen Werke mich bereits in meiner Studienzeit fesselten, oder die Basilika St. Ulrich und Afra, an deren Orgel Mozart 1777 höchst persönlich gespielt hat. Nach einer kurzen Eingewöhungszeit kam ich mit dem Reiseführer gut zurecht und ich nutzte die Möglichkeit, rasch zwischen Inhaltsverzeichnis mit den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und den dazugehörenden Beschreibungen hin und her springen zu können. Was mich beim Lesen von Büchern aus dem iBook Store jedoch stört, ist, dass „Anna“ jede Zeilenschaltung mit „Neue Zeile“ ansagt. Ich habe mir deshalb die Beschreibungen häufig mit der seit iOS 8 verfügbaren zusätzlichen Vorlesefunktion (Statusobjekt berühren und mit 2 Fingern nach unten wischen“ vorlesen lassen. Auf diese Weise werden die Zeilenumbrüche nicht vorgelesen.

Man muss diese Funktion allerdings in den Bedienungshilfen unter „Sprachausgabe“ aktivieren (Bildschirminhalt sprechen = ein).

 

Hotelbuchung: Die Hotelbuchung nahm ich mit dem PC vor. Dies wäre zwar mit dem iPhone auch möglich gewesen. Aber mit dem PC habe ich diesbezüglich mehr Routine.

 

Orientierung und Navigation: Im Ausland setze ich für die Navigation gerne Navigon ein, da die Karten auf dem iPhone gespeichert sind und so kein Datenverkehr erforderlich ist. So erkundigte ich mich kurz vor der Ankunft in Augsburg, wie weit der Weg zu unserem Hotel ist. Während des Aufenthalt selbst benötigte ich die Navigationshilfe nur selten, weil die Altstadt grundsätzlich recht übersichtlich ist und Beatrice über einen guten Orientierungssinn verfügt. Doch wenn es darum ging, ein Speiserestaurant zu finden, war Navigon sehr hilfreich. Und auch um beim Theater Plätze für eine Brecht-Vorstellung  zu reservieren, konnte ich auf Navigon zurückgreifen, denn dort sind unter den „Sonderzielen“ nebst den Adressen auch die jeweiligen Telefonnummern zu finden; und ein Klick genügt, und die Verbindung wird aufgebaut.  Und auch am Abend vor unserer Abreise waren wir noch einmal auf Navigon angewiesen: Wir benötigten dringend Medikamente gegen eine beginnende Erkältung – es war während unseres Aufenthalts in Augsburg eisig kalt! – und wir waren deshalb froh, dass wir dank Navigon die nächstgelegene Apotheke aufsuchen konnten.

 

Internet dank WLAN: Da ich kein Abo mit einer Flatrate fürs Ausland besitze, habe ich die Roaming-Funktion deaktiviert. Ich hatte dadurch nur im Hotel dank WLAN Internetzugang. Diesen benutzte ich abends gerne, um zusätzliche Infos zu besuchten Sehenswürdigkeiten nachzufragen oder um mich nach dem aktuellen Theaterspielplan zu erkundigen.

 

Kein heimisches Fernsehprogramm, dafür Radio und Zeitungen: Abends im Hotel hätte ich gerne die heimische Tagesschau oder 10 vor 10 geschaut, Doch weder Zattoo noch Teleboy funktionieren im Ausland und von der Möglichkeit, diese Fernsehprogramme via VPN-Verbindung zu empfangen, wusste ich damals noch nichts. Dafür konnte ich die einheimischen Radiostationen hören und meine Stammzeitung lesen.

 

 Zu Hause krank:

Zu Hause brach dann die Krankheit dennoch aus. Und wenn ich Fieber habe, dann kann ich nicht schlafen. Und wenn ich nicht schlafen kann, greife ich zu meinem iPhone. Und dabei habe ich spannende Entdeckungen gemacht und davon möchte ich euch zum Schluss dieses Berichts erzählen: Eine Sendereihe, die ich mit grossem Interesse höre, ist „SWR2 Wissen“. Dieses Sendegefäss bringt ausgewählte Sendungen zum Nachhören aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten. Und die 27-minütigen Beiträge sind zudem packend zusammengestellt mit Kommentaren, Interviews und Lifedokumentationen. Und so hörte ich in meinem Krankenbett den Beitrag vom 19.2. mit dem Titel „Homo Faber in der digitalen Welt“. Es ging in diesem Beitrag um die Frage, wie weit die Schilderung des „Homo Faber“ im Roman von Max Frisch aus dem Jahre 1957 heute noch an Aktualität und Bedeutung besitzt. Und dieser Beitrag hat mich gepackt, weil er unverkennbare Parallelitäten zwischen dem Homo Faber aus dem Jahre 1957 und vielen Menschen der heutigen Informationsgesellschaft aufzeigt. Dabei wird die Technik nicht einfach angeprangert, sondern es werden Zusammenhänge aufgezeigt zwischen den heutigen Möglichkeiten der Technik, den veränderten Kommunikationsformen und ihren Auswirkungen auf das Erleben und die Beziehungen. Speziell angesprochen hat mich die Warnung, dass wir darauf achten sollen, dass wir tatsächliches und authentisches Erleben nicht durch die Flucht in eine virtuelle digitale Welt ersetzen sollen. Und damit wäre der Bogen zu meiner eingangs gemachten Äusserung, dass ich das iPhone in meinem Kurzurlaub nur punktuell und sparsam eingesetzt habe, wieder geschlossen.

Anmerken möchte ich noch, dass ich aufgrund dieses Beitrags Lust bekommen habe, den Roman von Max Frisch nochmals zu lesen. Und dabei schätzte ich es einmal mehr, dass der Ausleih und Download eines Buches dank des Online-Zugangs jetzt jederzeit und von überall her – sogar aus dem Krankenbett – möglich ist. Und ich kann euch verraten: Die Lektüre hat mir sehr gut gefallen.

 

SWR2 Wissen:

Und hier ist noch der Link zum oben erwähnten Beitrag:

http://mp3-download.swr.de/swr2/wissen/sendungen/2015/02/swr2-wissen-20150219-homo-faber-in-der-digitalen-welt.12844s.mp3

Du kannst die Sendereihe auch als Podcast abonnieren. Wenn du in deiner Podcast-App „SWR2 Wissen“ ins Suchfeld eingibst, wird dir der Podcast angezeigt.

Persönlich habe ich die Sendereihe in TuneInRadio als Favorit (Menüpunkt „Folgen“) gespeichert und finde so im Tabulator „Profil“ stets die Liste der neusten Beiträge. Auch du wirst darunter bestimmt einige Features finden, die deinen Interessen entsprechen und dich begeistern.

 

Wenn du zu den Ausführungen in diesem Bericht Fragen hast oder eigene Erfahrungen veröffentlichen möchtest, dann melde dich bitte! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!ist unsere Adresse.