Ein Team von Google-Forschern konnte vor wenigen Wochen bei einem wichtigen Wettbewerb von Bilderkennungsalgorithmen siegen. Nun erläutern sie, wie sie das geschafft haben und zeigen einige der erkannten Objekte.

Wenige Wochen nachdem sich ein Google-Team bei der ImageNet large-scale visual recognition challenge (ILSVRC) durchsetzen konnte, wurden nun Einzelheiten veröffentlicht. In dem jährlich stattfindenden Wettbewerb treten Bilderkennungsprogramme gegeneinander an – das Team Googlenet konnte die Qualität der Klassifizierung und Erkennung im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln, erläutern die Forscher.

Verglichen werden die Teilnehmer darauf, wie korrekt ein Algorithmus abgebildeten Objekten korrekte Bezeichnungen zuordnet und wie genau die Objekte lokalisiert werden. Das Google-Team setzte demnach auf ein lernfähiges neuronales Netzwerk, das die Vergleiche mit der Datenbank sehr schnell ausführen kann. Gleichzeitig hätten sie die Auslastung des Systems verringern können, schreiben sie weiter.

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Bilderkennung von Google

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Hund mit Hut
(Bild: Google)

Wie die New York Times anlässlich des Wettbewerbs erläuterte, basiert der auf einer immensen Datenbank mit zugeordneten Bildern, anhand derer die Algorithmen lernen, Objekte zu erkennen. Danach werden sie auf andere Fotos losgelassen und können beweisen, was sie gelernt haben. Insgesamt sei 2014 eine Trefferrate von rund 44 Prozent erreicht worden, nach 22,5 im Vorjahr. Die Fehlerrate ist demnach von fast 12 Prozent auf rund 7 gefallen.

Mit der menschlichen Fähigkeit, Bilder zu erkennen, können die Maschinen aber noch lange nicht mithalten. Olga Russakovsky, Organisatorin des Wettbewerbs und Autorin einer Analyse des Wettbewerbs, erklärt, dass es immer noch ein leichtes sei, Bilder zu finden, mit denen die Algorithmen – aber kein Mensch – an der Nase herumgeführt würden. "Aber wir machen große Fortschritte." Weit entfernt seien sie aber noch von Algorithmen, die nicht nur einzelne Objekte erkennen, sondern die dargestellte Szenerie verstehen.

Bei Google jedenfalls gibt es gleich eine ganze Reihe von Bereichen, die von einer verbesserten Bilderkennung profitieren könnten. Dabei geht es nicht nur um die naheliegendste – Googles Bildersuche –, sondern auch Youtube und die selbstfahrenden Autos. Aber auch die Robotik, in die der US-Konzern inzwischen investiert, dürfte von den Fortschritten angetrieben werden. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Quelle:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-macht-grosse-Fortschritte-bei-Bilderkennung-2370027.html